Glanzresultate am Eidgenössischen Schützenfest in Chur

Das Eidgenössische Schützenfest (ESF) in Chur, ein Grossanlass, der nur alle fünf Jahre stattfindet, bildete einen der glanzvollen Höhepunkte für die Standschützen Neumünster. Die Gesellschaft war im Bündnerland mit einer beachtlichen Delegation vertreten und blickt auf ein äusserst erfolgreiches Fest zurück.

Gewehr 50m

Den sportlichen Auftakt machten die Gewehrschützen G50 bereits am Samstagvormittag, dem 6. Juni. Mit insgesamt 16 Teilnehmenden, darunter vier hochmotivierte Junioren, reiste die Delegation nach Landquart, wo sie von den dortigen Gastgebern äusserst freundlich empfangen und bewirtet wurde. Unter optimalen Bedingungen zeigten die Schützen eine geschlossene Mannschaftsleistung von Format: In der anpruchsvollen Vereinswertung belegten die Standschützen den hervorragenden 11. Rang, in der Kategorie 3. bedeutete dies sogar den 1. Schlussrang.

Gewehr 10m

Für ein absolutes sportliches Ausrufezeichen sorgte Malo in der Disziplin Gewehr 10m. Als einziger Starter der Gesellschaft angetreten, hielt er dem mentalen Druck meis-terhaft stand. In vier Stichen erzielte er das Punktemaximum und sicherte sich damit den 8. Rang in der Festsiegerwertung. Noch beeindruckender liest sich sein Resultat in der Kategorie „Kunst“: Hier musste er sich lediglich von der Olympiasiegerin Nina Christen geschlagen geben. Malo distanzierte die Olympia-Dritte Audrey Gogniat und belegte den sensationellen 2. Schlussrang.

Gewehr 300m

Am Sonntag, dem 28. Juni, stand der offizielle Schiesstag für die 300m-Schützen (22 Teilnehmer) im Fokus. Die Teilnehmende traten am Vormittag in Grüsch an, wo die Neumünsteraner ebenfalls herzlich empfangen wurden. Besonders erfreulich war die starke Präsenz des Nachwuchses mit drei Junioren (Noah, Phil und Linus) am Start. Linus bestritt seinen allerersten Wettkampf mit dem Standardgewehr. Völlig unbeeindruckt von der Kulisse schoss er in sämtlichen Stichen den Kranz. Unter grossem Applaus durfte er am Ende einen 3fach-Kranz sowie den Juniorenkranz entgegennehmen.

Pistole 50/25m

Nach dem erfolgreichen Vormittag reiste die Delegation weiter nach Chur, wo am Nachmittag die Wettkämpfe der Pistolen-Sektionen (50m und 25m) mit 17 Teilnehmenden ausgetragen wurden. Auch hier zeigten die Standschützen soliden Sport und bewiesen ihre Vielseitigkeit.


Nostalgie trotz Modern

Die neue, warnerlose Anlage funktionierte auf den Schiessplätzen tadellos und effizient. Während früher noch Warner das Programm einlesen mussten, steuern die Schützen dies heute direkt über ein eigenes Bedienpanel. Dadurch herrschte deutlich weniger Hektik und Unruhe in den Ständen. Dennoch wurde das traditionelle „Schiessbüchlein“ für die gewohnte Analyse und das gemeinsame Fachsimpeln in der Schützenstube von manchem Schützen schmerzlich vermisst.

 

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